T i p s v o m S p o r t a r z t
Riß
der
Achillessehne
Ein Beitrag von Bernd Lasarzewski
Der Achillessehnenriß tritt bei Sportarten mit Schnellkraftbelastungen, so auch im Fußball, auf.
Die Mehrzahl der Achillessehnenrisse sind komplette Risse. Da schon ab etwa dem 25. Lebensjahr erste degenerative Veränderungen im Bereich der Achillessehne auftreten, betrifft diese Verletzung auch jüngere Spieler. Recht häufig kommt es zu diesen Verletzungen, nachdem eine längere Trainingspause eingehalten werden mußte und der Sportler sich wieder voll belastet.
Unfallereignis
Der Achillessehnenriß tritt fast immer bei einer Schnellkraftbelastung (Sprint oder Sprung) auf. Die verletzte Person spürt beim Riß der Sehne oft einen "Tritt" oder "Schlag" im Bereich der Wade oder Achillessehne und hört gleichzeitig einen lauten "Knall". Aufgrund dieses Ereignisses dreht sich der Sportler um und vermutet hinter sich einen Gegenspieler, welcher jedoch gar nicht vorhanden ist.
Diagnose
Im ersten Moment tritt ein starker Schmerz im Bereich der
Wade sowie der Achillessehne auf. Das verletzte Bein kann nicht mehr richtig
belastet werden und das Gangbild ist verändert. Der Zehenstand kann nicht mehr
eingenommen werden.
Bei der Untersuchung durch einen Arzt stellt dieser im Bereich der Achillessehne
eine Delle fest, und der "Wadenkneiftest" nach Thompsen ist positiv
(das heißt: beim Zusammendrücken der Wadenmuskulatur bewegt sich der Fuß
nicht).
Gleichzeitig entstehen eine Schwellung sowie ein Bluterguß im Bereich der
Achillessehne. Weitere Hilfsmittel des Arztes zur Diagnosesicherung sind die
Ultraschalluntersuchung und gegebenenfalls auch eine Röntgen- und eine
Kernspin-Untersuchung.
Behandlung
Die meisten Achillessehnenrisse gehören operiert. jedoch kann man in Ausnahmefällen auch eine konservative Therapie mit einer speziellen Achillessehnen-Lauforthese durchführen. Ob eine konservative (ohne Operation) Therapie erfolgen kann, wird anhand der Ultraschall-Untersuchung festgelegt.
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Jetzt läuft er wieder. Lothar Matthäus war der prominenteste "Achillessehnenriß". |
Rehabilitation und Rekonvaleszenz
Nach erfolgter Operation erhalten die Patienten eine Achillessehnen-Lauforthese oder einen speziellen Gips. Diese Ruhigstellung erfolgt über einen Zeitraum von sechs bis zehn Wochen. Anschließend ist es notwendig, die Beweglichkeit unter krankengymnastischer Anleitung wiederherzustellen. Gleichzeitig gehören ein spezielles Krafttraining sowie eine Koordinationsschulung zur Nachbehandlung. Die volle Sportfähigkeit wird erst nach rund vier bis fünf Monaten wieder erreicht.