Gewalteinwirkung auf das Kniegelenk als Auslöser
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Nach zwei bis drei Wochen wieder belastbar
Meniskusschäden können bei nahezu jeder Sportart auftreten,
sie sind jedoch bei Kontaktsportarten wie Fußball oder Handball besonders häufig.
Kombiniert mit Meniskuseinrissen sind häufig auch Bandschäden im Kniegelenk,
da die Unfallereignisse für Meniskus- und Bandschäden am Knie ähnlich sind.
Der Meniskusschaden entsteht durch eine Gewalteinwirkung auf das Kniegelenk,
meistens von außen mit einer gleichzeitigen Drehbewegung im Kniegelenk.
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Typische Verletzungen im Bereich der Menisken (innerer und äußerer Meniskus), jener halbmondförmigen Knorpelscheiben zwischen Oberschenkel- und Unterschenkelknochen, die neben einer stabilisierenden Funktion auch als Stoßdämpfer zwischen Ober- und Unterschenkelknochen dienen. Die geschädigten Stellen sind in den Abbildungen rot markiert. Die linke Abbildung zeigt auf der rechten Seite einen Riß durch das Gewebe des Innenmeniskusses, die rechte Abbildung auf der linken Seite einen geschädigten Außenmeniskus. |
Der innere Meniskus, welcher häufiger verletzt wird als der
Außenmeniskus, wird meist dann geschädigt, wenn der Sportler mit dem Fuß fest
auf dem Boden steht und der Oberkörper eine Drehbewegung durchführt. Hierbei
kommt es dann zu einer so großen Dreh- und Druckbelastung auf den Meniskus, daß
dieser einreißt.
Meniskusschäden treten jedoch auch bei starken Überstreckungen sowie bei
starken Beugungen im Bereich des Kniegelenkes auf. Bei "reiferen"
Menschen kann es auch durch eine normale Körperbewegung zu einem
Meniskusschaden kommen (zum Beispiel bei einer tiefen Kniebeuge).
Die Meniskusrisse können unterschiedlicher Art sein. Bei einer starken
Gewalteinwirkung - wie zum Beispiel bei jüngeren Sportlern üblich - kommt es
meistens zu einem senkrechten Riß in das Meniskusgewebe, bei älteren Menschen
treten häufiger horizontal verlaufende Einrisse auf.
Beim Verdacht auf einen Menikusschaden ist das wichtigste
eine eingehende körperliche Untersuchung des verletzten Kniegelenkes. Die
Diagnose des Meniskusschadens kann nahezu immer aufgrund dieser Untersuchung
gestellt werden. Die häufigsten Untersuchungszeichen bei einem eingerissenen
inneren Meniskus sind: Schmerzen auf der Innenseite des Kniegelenks direkt über
dem Gelenkspalt, Schmerz beim starken Beugen des Kniegelenks, wobei sich diese
Schmerzen noch durch Verdrehen des Kniegelenkes verstärken können, sowie
einklemmungsartige Erscheinungen speziell auch beim starken Beugen und Überstrecken
des Kniegelenkes.
Oft sind die vom Patienten angegebenen Beschwerden im Bereich des Kniegelenkes
bei der Verdachtsdiagnose eines Meniskusschadens sehr typisch. Hier werden
Schmerzen beim Belasten, Schwellungen infolge dieser Belastungen und Schmerzen
über dem Gelenkspalt speziell bei Drehbewegungen angegeben. Ebenfalls klagen
die Patienten in Ruhestellung über Schmerzen, wenn die Kniegelenke seitlich
aufeinander liegen.
Eine sehr typische Erklärung, die vom Patienten abgegeben wird, wenn ein
Meniskusschaden vorliegt, ist: "Wenn ich mit meiner Fußspitze an einem
Tischbein oder an einer Teppichkante hängen bleibe, habe ich einen starken
Schmerz im Knie."
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Die ärztlichen Eingriffe am geschädigten Meniskus haben sich von der offenen Operation zur Arthroskopie (Gelenkspiegelung) verlagert, bei der eine Sonde in das Kniegelenk eingeführt wird. Eine aufgesetzte Kamera liefert einen Einblick ins Innere des Gelenks. Die obige Originalaufnahme einer solchen Sondenkamera zeigt einen gesunden halbmondförmigen Meniskus zwischen Unter- (unten rechts) und Oberschenkel (oben links). |
Vor jeder Untersuchung erfolgt zunächst die Röntgendarstellung des Gelenkes, um Knochenbrüche, welche durch das Unfallereignis aufgetreten sein könnten, auszuschließen. Computer- Tomographie oder eine Kernspin- Untersuchung können unter Umständen auch hilfreich sein.
Ein eingerissener Meniskus gehört operiert. In den letzten
Jahren hat sich hier die Therapie von der offenen Operation hin zu dem weniger
verletzenden Eingriff der Arthroskopie (Gelenkspiegelung) verlagert. Bei einer
Arthroskopie geht der Arzt mit einer ca. bleistiftdicken Sonde in das Gelenk
hinein und untersucht mittels einer aufgesetzten Kamera über einen Monitor das
Gelenk. Über einen zweiten kleinen ca. 1/2 Zentimeter langen Zugang zum Gelenk
erfolgt die Untersuchung mit Tasthaken und die Therapie mittels kleiner Schneid-
und Beißwerkzeuge.
Eine akute Einklemmung eines eingerissenen Meniskusses gehört sofort operiert.
Die Gelenkspiegelung kann entweder ambulant, oder unter stationären Bedingungen
erfolgen.
Nach der Operation sollte für mindestens eine Woche eine Sportpause eingehalten werden. Danach ist es möglich, sich wieder zunehmend auch sportspezifisch zu belasten, so daß nach zwei bis drei Wochen die volle Sportfähigkeit wieder erreicht ist.
Spezielle Rehabilitationsmaßnahmen sind nicht unbedingt erforderlich, können in Einzelfällen aber die Genesung des Patienten beschleunigen.